Bands


5 Bands stehen nun fest, eine weitere geben wir dann in Kürze bekannt

Macbeth (Erfurt, Deutschland)

Nur wenige Bands können eine derart bewegte Geschichte vorweisen wie Macbeth. Die Thüringer gehörten zu den ersten und wichtigsten Bands im Untergrund der DDR – kein leichtes Pflaster für Metalheads, die unter dem Generalverdacht antisozialistischer Umtriebe standen. Auch Macbeth wurden bespitzelt, mit Auftrittsverboten und anderen Schikanen belegt und zu einem Namenswechsel gezwungen. Sänger Detlev Wittenburg landete für ein Jahr im Gefängnis, kurz nach dem Mauerfall nahm er sich das Leben.

Wie viele andere DDR-Bands zerbrachen Macbeth in der Wendezeit. Doch anders als den meisten von diesen gelang Macbeth das Comeback: 2002 reaktivierten die Originalmitglieder Hanjo Pabst (Bass) und Ralf Klein (Gitarre) die Band. Die Vocals übernahm mit Moshquito-Sänger Oliver Hippauf ein weiteres DDR-Urgestein, der ehemals aufgezwungenen Tradition deutscher Texte blieben man treu. 

Macbeth haben seitdem mit dem Anfang 2020 erschienen „Gedankenwächter“ fünf Alben veröffentlicht und mit ihrem wuchtig-düsteren Heavy Metal zahlreiche neue Fans gewonnen. Es ist uns eine besondere Ehre, diese Kultband auf dem Augsbangers Metal Meeting zu begrüßen! 

Lonewolf (Auvergne-Rhône-Alpes, Frankreich)

Was wäre das Augsbangers Metal Meeting ohne zünftigen Oldschool Heavy Metal? Dieses Jahr haben wir für diesen besonderen Leder-und-Nietenfaktor die französischen Veteranen Lonewolf eingeladen.

Die Band um Sänger und Gitarrist Jens Börner war bereits Anfang bis Mitte der 90er aktiv, brachte es in dieser Zeit jedoch nur auf ein paar Demos und eine Single, ein erstes Album blieb unveröffentlicht. Im Jahr 2000 reformierte Jens quasi als einsamer Wolf die Band mit neuer Besetzung, um dieses Mal richtig durchzustarten: Seitdem brachten Lonewolf stolze neun Alben auf den Markt und ließen auch live nichts anbrennen.

Lonewolf sind Traditionalisten durch und durch und ein gefundenes Fressen für Anhänger des urwüchsigen Stahls à la Running Wild und Gravedigger. Einsam dürfte es vor der Bühne eher nicht werden, wir rechnen fest mit einem seligen Rudel von Headbangern und Fistraisern!

Naevus (Bietigheim-Bissingen, Deutschland)

Nach Mirror of Deception 2018 dürfen wir uns dieses Jahr auf den nächsten Doomhammer aus dem Schwabenländle freuen. Auch Naevus zählten zu den Bands, die den Zeitlupenstahl „Made in Germany“ während des Doom-Revivals der 90er würdig vertraten. Kurz nach dem Debüt „Sun Meditation“ (1998) verschwanden sie jedoch für einige Jahre von der Bildfläche, die Musiker waren zwischenzeitlich bei Bands wie Voodoshock, My Darkest Hate und Sacred Steel aktiv.

2012 kam dann das Comeback mit neuer Rhythmusabteilung und der Single „Universal Overdrive“, 2016 folgte das zweite Album „Heavy Burden“, das in der Doomszene weithin abgefeiert wurde – zurecht, denn das Quartett um Frontmann und Leadgitarrist Uwe Groebel ist mit den Jahren nur besser geworden. 

Naevus sind deutlich US-Größen wie Trouble und Spirit Caravan verpflichtet, führen die Tradition jedoch fort mit einer Anmut und einem feinsinnigen Gespür für Melodien, die ihresgleichen suchen. Das ist Doom für Headbanger, die keine Angst vor ihren Emotionen haben, musikalischer Balsam für die Seele – und live eine nahezu meditative Erfahrung.

Bitterness (Waldshut-Tiengen, Deutschland)

Bitterness sind eine dieser unermüdlichen Bands, von denen der Underground lebt. Die Badener sind seit 2001 aktiv, veröffentlichen im Mai 2020 mit „Dead World Order“ ihr siebtes Album und sind eine feste Größe in der Konzertlandschaft.

Das Trio ist dabei seit jeher seiner Linie treu geblieben: Gediegen brutaler Präzisionsthrash mit Death-Metal-Anleihen und wohldosierten melodischen Ausflügen. Kreator lassen ab und zu dezent grüßen, und das ist wahrlich keine Schande. 

Wer Bitterness schon einmal live gesehen hat weiß, was ihn erwartet. Wer nicht, sollte vielleicht schonmal die Nackenmuskeln trainieren, denn er darf sich auf einen gepflegten Abriss in der Ballonfabrik einstellen! 

Red To Grey (München, Deutschland)

Mit Red To Grey dürfen wir echte Lokalprominenz auf dem Augsbangers Metal Meeting begrüßen. Zwar ist der Großteil der Band in München beheimatet, am Mikrofon steht jedoch seit 2012 mit Gaby Weihmayer die „Heavy-Metal-Queen aus Westheim“ (Augsburger Allgemeine) und sicher eine der coolsten Frontladies zwischen Isar und Donau.

Red To Grey sind bereits seit 1998 regelmäßig auf zumeist süddeutschen Bühnen zu sehen und haben bisher zwei Alben veröffentlicht, auf denen noch Originalsänger Andy Pankraz zu hören ist. Damals wie heute frönte die Band um die beiden Gründungsmitglieder Tino Bergamo (Gitarre) und Elmar Nüßlein (Drums) klassischem Thrash Metal der Bay-Area-Schule, sie selbst verortet sich ziemlich treffsicher zwischen Death Angel, Forbidden und Nevermore. 

Die Thrashkeule kommt natürlich auf der Bühne am besten zur Geltung, Red To Grey punkten hier mit ihrer Bühnenerfahrung, viel Energie, Spielfreude und natürlich Gabys vielseitigen Vocals. Wir freuen uns auf ein schweißtreibendes Heimspiel in der Ballonfabrik!